Persönlichkeitsrecht bei Gerichtsterminen

Bei Gerichtsterminen mit öffentlichem Interesse ist oft die Presse anwesend und versucht ein gutes Bild von dem Inhaftierten zu bekommen. Das Bild vom Inhaftierten wird aufwendig verpixelt oder mit einem dicken schwarzen Balken unkenntlich gemacht. Oft geraten hierbei die Kolleginnen und Kollegen ungefragt mit auf das Foto und erscheinen, ohne vorher unkenntlich gemacht worden zu sein, in der Tageszeitung oder im Internet.

Das Recht am eigenen Bild ist eine Form des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Jeder Mensch darf grundsätzlich selbst darüber bestimmen, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden. Ein kleiner Hinweis an die Fotografen, dass auch die Kolleginnen und Kollegen unkenntlich gemacht werden, langt oftmals schon aus.

Leider klappt es hin und wieder auch nicht, wie der Beschluss des OLG Oldenburg vom 10.12.2013 zeigt.

https://beck-aktuell.beck.de/news/olg-oldenburg-10000-euro-ordnungsgeld-f-r-polizisten-unverpixelt-bei-polizeieinsatz-zeigendes

 

Über den Autor

Jan Studt

Jan Studt
Hallo, ich bin Jan Studt, einer der stellvertretenden Landesvorsitzenden des BSBD Schleswig-Holstein. Zu meinen Aufgaben gehören die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zusätzlich kümmere ich mich um die Pflege und Wartung des Internetauftritts und die Facebook-Seite des BSBD Schleswig-Holstein.